Diagnose – wie wird MDS festgestellt?

  • Blutbild und Knochenmarkuntersuchung sind wichtige Untersuchungen und dienen zur Diagnose von MDS.
  • Beschaffenheit, Art, Anzahl und genetische Veränderungen der Blutzellen führen zu einer genauen Diagnose der Art der Erkrankung.

Manchmal kommt der Verdacht auf ein MDS im Rahmen einer Routineuntersuchung (z.B. bei einem Zahnarztbesuch oder einer Blutbildkontrolle beim Hausarzt) zum Vorschein.

Mögliche Krankheitsanzeichen (Symptome) für eine MDS-Erkrankung sind eher unspezifisch. Das bedeutet: Sie können auch mit anderen, viel harmloseren Ursachen zusammenhängen. Ihr Arzt wird daher bei einem MDS-Verdacht immer mehrere Untersuchungsschritte einleiten, um einen gesicherten Befund zu erhalten. Anschließend wird er mit Ihnen die Ergebnisse besprechen und die nächsten Schritte festlegen. Befund und Therapie eines MDS sollten immer in einem hämatologischen Zentrum, also von Ärzten, die auf diese Erkrankungen des Blutes spezialisiert sind, gestellt werden.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Um den Verdacht auf eine MDS-Erkrankung zu bestätigen bzw. auszuschließen, gibt es eine Reihe von Untersuchungen, die vom behandelnden Arzt veranlasst werden.

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  • Blutbild

  • Kleines und großes Blutbild geben
    erste Hinweise auf eine
    MDS-Erkrankung.
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  • Knochenmarkuntersuchung

  • Die Knochenmarkuntersuchung (Knochenmarkpunktion) gibt Sicherheit bezüglich Erkrankung und MDS-Typ.
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Vor der Diagnose steht die genaue Untersuchung

Umfangreiche Untersuchungen helfen dabei, Art und Ausprägung diagnostizierter MDS einzugrenzen. Sobald Ihr Arzt alle Ergebnisse vorliegen hat, wird er eine individuell passende Therapie in Absprache mit Ihnen für Sie auswählen.

Bei der Auswahl der Therapie spielen mehrere Faktoren eine Rolle: So ist neben Ihrem körperlichen Gesamtzustand und Ihrem bisherigen Krankheitsverlauf entscheidend, um welche Unterart (Subtyp) von MDS es sich handelt. Um diesen festzustellen, wird der Hämatologe/die Hämatologin Ihr Blut und eine Knochenmarkprobe im Labor auf entsprechende Kennzeichen hin untersuchen lassen. Das bedeutet, die Beschaffenheit, Art, Anzahl und eventuell genetische Veränderungen Ihrer Blutzellen werden genau untersucht.

Am besten in Begleitung

Falls es für Sie möglich ist, bitten Sie einen Angehörigen oder einen anderen Ihnen vertrauten Menschen z.B. einen guten Freund/eine gute Freundin, Sie ins Arztgespräch zu begleiten. Er oder sie kann eventuell wichtige Informationen zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand ergänzen. Gleichzeitig kann er/sie dazu beitragen, die Vielzahl neuer Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten, und gegebenenfalls auch bei Ihrem behandelnden Arzt gezielt nachfragen, wenn etwas unklar erscheint.