MDS: Bedeutung der Diagnose, Therapiebeginn und Prognose

  • Dauerhafte Änderung der Lebensperspektive?
  • Diagnose MDS – kein Grund zum Verzweifeln
  • Individuell maßgeschneiderte Therapie – sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin über Ihre Möglichkeiten.

Mit der Diagnose einer Krebserkrankung ändert sich die Perspektive auf das eigene Leben oftmals von einem Tag auf den anderen. Dies geschieht meist völlig unerwartet und für viele Menschen auch dauerhaft. Die Diagnose MDS und die damit einhergehenden Veränderungen sind für Betroffene oft eine große körperliche und seelische Belastung, die jeder auf seine individuelle Art bewältigen muss.

MDS – wie geht es weiter?

Da MDS meist durch spontane genetische Veränderungen der Blutstammzellen entsteht, kann es vermutlich jeden treffen – dass man erkrankt, ist im Grunde ein unheilvoller Zufall, den man leider nicht beeinflussen kann. Nach der Erstdiagnose fangen viele Patienten dennoch an zu grübeln, warum ausgerechnet sie selbst betroffen sind. Alles zu durchdenken, die Gedanken kreisen zu lassen, mal erfüllt zu sein mit neuer Hoffnung, mal übermannt von Verzweiflung – alle diese Gefühle können zum Verarbeitungsprozess nach der Diagnose gehören.

Sie sind nicht alleine

Bei der sorgenvollen Auseinandersetzung mit der eigenen Erkrankung geraten Angehörige und Kinder leider gelegentlich aus dem Blickfeld. Heute weiß man aber, dass sie, was die seelische Belastung angeht, in ähnlicher Weise betroffen sein können. Verständnis und Vertrauen bilden daher für Betroffene sowie deren Angehörige/Freunde eine wesentliche Hilfe beim Umgang mit der Erkrankung.

Perspektive

In den letzten Jahrzehnten haben sich die zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten von MDS deutlich verbessert. Insbesondere das bessere Verständnis von Ursachen und Mechanismen der Erkrankung geht mit verbesserten individuellen Therapieoptionen einher. Auch die Methoden der Therapieüberwachung und des jeweiligen Ansprechens auf die Therapie haben sich in den vergangenen Jahren verfeinert. Vor diesem Hintergrund stellt die Diagnose MDS zwar auch heute noch einen tiefen Einschnitt in das Leben eines jeden Einzelnen dar, muss aber kein Grund mehr sein für Verzweiflung oder Hoffnungslosigkeit.

Informationen helfen

Informationen über Ihre Erkrankung können und sollen Ihnen helfen, Therapieentscheidungen zu verstehen und mit zu tragen. Dies kann ein wichtiger Baustein für den Erfolg einer Therapie sein. Dabei steht der Austausch zwischen Ihnen und Ihrem Arzt im Krankheitsverlauf immer an oberster Stelle.

Äußern Sie gegenüber Ihrem Arzt, wenn Sie z.B. den Wunsch haben, eine sogenannte Zweitmeinung einzuholen. Das heißt, dass Sie einen weiteren Arzt fragen möchten, ob er Diagnose und vorgeschlagene Therapie ebenfalls befürwortet. Dies ist nicht nur Ihr gutes Recht, sondern Ihr behandelnder Arzt wird auch Verständnis für Ihre Situation haben. Wenn Sie solch einen Schritt gehen wollen und dieser Ihnen persönlich weiterhilft, gehen Sie ihn. Es ist Ihre Entscheidung und nur Sie sollten und können diese treffen.